Thomas Friedrich ist Inhaber eines Ingenieurbüros für Elektroplanung in Freital, Sachsen. Sein Büro hat sich auf die Sanierung von Kindertageseinrichtungen, Schulen, Baudenkmälern und Verwaltungsgebäuden spezialisiert. Er ist bekannt dafür, dass er auch die „menschliche“ Seite des Bauherrn-, Architekten- und Planeralltags nicht ausblendet, sondern sie mit viel Humor ab- und bearbeitet.
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Montag, 15. Juni 2015
Ist die Leitungsverlegung auf Rohfußböden unterhalb der Dusche einer Schulsporthalle zulässig?
Für Räume mit Badewannen und Duschen gelten strenge Anforderungen an die Leitungsverlegung. Es gibt definierte Bereiche, in denen keine Kabel und Leitungen verlegt werden dürfen.
Bei Neubauten verlegen die Elektriker die Leitungen oft auf dem Fußboden. Das geht sehr schnell und spart Zeit und damit Geld.
Dürfen also Leitungen auch unterhalb eine Dusche auf dem Rohfußboden verlegt werden?
Für die Verlegung von Kabeln und Leitungen innerhalb von Räumen mit Badewanne oder Dusche gilt die DIN VDE 0100-701.
In dieser Norm werden die Bereiche, in denen die Verlegung von Kabel und Leitungen verboten ist, durch die Oberfläche des fertigen Fußbodens begrenzt.
Daraus folgt, dass die unterhalb des fertigen Fußbodens liegenden Bereiche nicht zu den kritischen Bereichen zählen.
Also: Die Leitungsverlegung auf dem Rohfußboden unterhalb von Duschen ist zulässig.
Mittwoch, 26. November 2014
Grundsteinlegung an der Sporthalle der 76. Oberschule in Dresden
| Der Schuldirektor der 76. Oberschule bringt mit dem Sportlehrer die Schatulle ein. |
Heute war hier Grundsteinlegung.
>>> mehr Fotos
Montag, 18. August 2014
Brandlastfreiheit von Rettungswegen in Schulen
Rettungswege in Schulen sind brandlastfrei zu halten, denn Sie sind für eine geordnete und schnelle Räumung des Schulgebäudes von entscheidender Bedeutung.
In der täglichen Praxis erlebe ich es allerdings sehr oft, dass hier sehr fahrlässig gehandelt wird. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, welche Rettungswege es in Ihrem Schulgebäude gibt? Im Regelfall können Sie das an den Fluchtwegbeschilderungen erkennen, die mindestens auf jeder Etage aushängen. Die mit grünen Pfeilen gekennzeichneten Bereiche sind die Rettungswege. Hier müssen Sie die Brandlasten entfernen.
Das Foto oben zeigt ein „typisches“ Beispiel. Das Schulgebäude wurde saniert; auch dieser Kellergang. Sämtliche Installationen, die eine gefährliche Brandlast darstellen könnten, wurden aus dem Gang entfernt. Der Elektriker verlegte die Elektrotrasse in einem Brandschutzkanal.
Und vier Wochen später sah es in dem Gang so aus, wie Sie es auf dem Foto sehen. Toilettenpapier, Reinigungsmittel u. ä. lagern in offenen Regalen. So sieht keine Brandlastfreiheit aus! Der Gang muss natürlich wieder beräumt werden und darf nicht als Lagerfläche genutzt werden.
Sie erkennen den Rauchmelder an der Decke und denken damit ist alles in Ordnung? Nein, so einfach ist es nicht. Dieser Raum ist kein Lagerraum. Auch der Brandschutzprüfer fordert trotz Rauchmelder die Brandlast- und damit Rauchfreiheit für diesen Rettungsweg.
Was fällt Ihnen zu Ihrem Schulgebäude ein? Beginnen Sie gleich heute Ihre „Brandlastfallen“ abzustellen und Ihre Schule ein wenig sicherer zu machen.
Montag, 2. Juni 2014
Dürfen Elektroverteiler in sächsischen Schulen in Treppenhäusern angebracht werden?
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| Hier hat der Elektriker in einem Raum zwischen notwendigen Treppenhaus und Ausgang zum Freien die Brandschutztür "vergessen". |
Wenn Sie bei der Überschrift dieses Post aber gedacht haben: „Das weiß ich doch. Sie dürfen in allen Gängen, Fluren und Treppenhäusern nur angebracht werden, wenn sie eine Brandschutzverkofferung haben!“ Dann gehören Sie zu denjenigen, die jeden Verteiler in jedem Gang, Flur und Treppenhaus mit einem Brandschutzkoffer versehen. Doch das muss auch nicht sein.
Denn in Sachsen fordert die Leitungsanlagen-Richtlinie (LAR) folgendes:
„Verteiler sind gegenüber notwendigen Treppenräumen und Räumen zwischen notwendigen Treppenräumen und Ausgängen in Freie durch mindestens feuerhemmende Bauteile (F30) aus nichtbrennbaren Baustoffen abzutrennen.
… Verteiler in notwendigen Fluren sind durch Bauteilen aus nichtbrennbaren Baustoffen mit geschlossenen Oberflächen abzutrennen.“
Also nur in notwendigen Treppenhäusern und den Räumen zu den Ausgängen ins Freie müssen Sie in Sachsen eine Brandschutzverkofferung für Elektroverteilungen installieren Dort ist es aber auch Pflicht.
In notwendigen Fluren und allen anderen Räumen genügt eine Tür aus nichtbrennbaren Baustoffen. Das ist bei einem Standardverteiler aus Stahlblech immer gegeben.
| 3 Wochen später hat der Elektriker die Brandschutztür nachgerüstet. |
Montag, 23. Dezember 2013
Sind Einzelbatterieleuchten eine Alternative zur Zentralbatterieanlage für die Sicherheitsbeleuchtung von Kindertagesstätten und Schulen?
Jein.
Selbstverständlich sind Einzelbatterieleuchten bei sehr kleinen Objekten eine fachliche und natürlich auch preiswerte Alternative zur Sicherheitsbeleuchtung mit Zentralbatterieanlage. Wenn nur 5 oder 6 Leuchten für ein kleines Treppenhaus benötigt werden, sind Einzelbatterieleuchten wirtschaftlich unschlagbar gegenüber einer Zentralbatterieanlage. Außerdem entfällt auch noch der Raum für die Zentralbatterie und der Platz kann für andere Zwecke benutz werden. So ungefähr bis 20 Einzelbatterieleuchten ist es wirtschaftlich sinnvoller, Einzelbatterieleuchten einzusetzen. Sind es mehr Leuchten, ist auf jeden Fall der Einsatz einer Kompaktzentrale für die Sicherheitsbeleuchtung mit den entsprechenden Leuchten preiswerter. Aber auch beim Einsatz von Einzelbatterieleuchten gibt es einige Punkte zu beachten:
Auch bei Einzelbatterieleuchten ist ein wöchentlicher bzw. monatlicher Funktionstest notwendig, d. h. jede Woche muss der Hausmeister zu jeder Einzelbatterieleuchten gehen und den Prüftaster betätigen. Haben Sie die Zeiten dafür eingeplant? Kommt der Hausmeister ohne Leiter an die Leuchte heran? Führt der Hausmeister das vorgeschriebene Prüfbuch immer sorgfältig?
Oftmals werden die Einzelbatterieleuchten eines Abschnittes (z. B. die Leuchten in den o. g. kleinen Treppenhaus) über einen separaten Stromkreis versorgt, d. h. sie „merken“ überhaupt nicht, wenn der Stromkreis für die Treppenhausbeleuchtung ausfällt. Sie schalten erst ein, wenn die Spannungsversorgung für die ganze Verteilung ausfällt. Hier muss durch Ihren Elektriker die entsprechend Schaltungstechnik nachgerüstet werden.
Die Akkus der Einzelbatterieleuchten sind sehr temperaturempfindlich. Die Betriebstemperatur sollte ungefähr bei 20°C liegen. Dadurch sind Einzelbatterieleuchten für den Außeneinsatz (im Winter) nicht geeignet. Einige Hersteller haben dafür eine Lösung gefunden: Durch eine kleine Akkuheizung ist der Außeneinsatz möglich. Dadurch erhöhen sich aber die Kosten für die Leuchte...
Ein Blockieren der Leuchten außerhalb der Betriebszeiten ist (in der Regel) nicht möglich, d. h. Ihre Einzelbatterieleuchten mit Rettungszeichenfunktion in Dauerschaltung leuchten auch am Wochenende und in den Weihnachtsferien, wo sie eigentlich nicht gebraucht werden und verbrauchen auch während dieser Zeit Strom.
Der Einsatz von Fremdleuchten in einem Einzelbatteriesystem ist (fast) nicht möglich. Dazu müssen Einzelbatterieversorgungsgeräte in die Fremdleuchten eingebaut werden und das ist aus Platzgründen meist nicht möglich.
Der Batterietausch bei Einzelbatterieleuchten ist ebenfalls sehr aufwendig und muss natürlich bei jeder Leuchte separat durchgeführt werden. Am besten, das macht Ihr Elektriker beim Ausfall der ersten Leuchte für alle Leuchten im Objekt, sonst kommt er jede Woche wieder und schreibt dafür eine Rechnung. Allerdings hätten einige Akkus eigentlich eine viel, viel, längere Lebensdauer...
Außer der kleinen Anzahl gibt es für Einzelbatterieleuchten noch 2 organisatorische Einsatzgründe für den Einsatz:
1. Das Objekt wird nur schrittweise saniert oder neugebaut. Abschnitt für Abschnitt wird mit Einzelbatterieleuchten eine funktionsfähige Sicherheitsbeleuchtung aufgebaut.
2. Es gibt im Objekt mehrere Nutzer und Mieter und jeder ist für seinen Bereich und die Sicherheitsbeleuchtung selbst zuständig. Keiner will den Strom für andere und die teuren Wartungskosten bezahlen.
Ja, in sehr kleinen Objekten macht der Einsatz von Einzelbatterieleuchten Sinn. Sobald das Objekt größer wird, müssen Sie schon ein paar Dinge mehr beachten.
Dienstag, 10. September 2013
Merkblatt Sicherheit in Schulen
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| Rauchmelder im Gewölbe einer Schule |
Alle wesentlichen Punkte diese wichtigen Themas werden behandelt. Der Text beginnt mit der Risikoanlayse und dem Sicherheitskonzept. Die Vorteile von Sprachalamanlagen werden dargestellt. Für die Fluchtwegbeleuchtung gibt es Tipps. Die Vorteile von Brand- und Einbruchmeldeanlagen in Schulen werden dargestellt.
Also laden Sie sich noch jetzt das Merkblatt runter und machen Sie sich schlau zu dem Thema.
Für die Planung der Anlagen können Sie dann gern auf mich zurückgreifen... ;-)
Samstag, 7. September 2013
Fluchttürsicherung in Schulgebäuden durch Einhand-Türwächter
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| Fluchttürsicherung in einer Dresdner Mittelschule |
Bei einer Neuinstallation setze ich dafür in der Regel eine Fluchttürsteuerung ein.
Für die Nachrüstung einer Fluchttür eignet sich ein Einhand-Türwächter (z. B. von der Fa. GfS). Die Tür kann im notfall begangen werden. Durch das Herunterdrücken der Türklinke verschiebt sich der Türwächter senkrecht nach unten und gibt der Klinke den Weg frei. Zeitgleich wird dadurch ein wirklich nerviges Dauersignal ausgelöst, dass jedem Mittelschüler das unberechtigte Öffnen der Fluchttür verleitet.
Samstag, 31. August 2013
Notruftelefon laut Sächsischer Schulbaurichtlinie
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| Aufschrift auf einem Verteilerschrank in eine Freitaler Schulsporthalle (Foto Verteiler: Siehe unten!) |
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| Verteilerschrank mit Notruftelefon in eine Freitaler Schulsporthalle |
Die Aufschrift stimmt. Das Notruftelefon ist wirklich innenliegend. Es liegt im Verteilerkasten dieser Sporthalle. Ich hoffe, dass es mindesten stets zugänglich ist. Das konnte ich nicht prüfen. Aber ob die Spannungsversorgung auch bei Stromausfall gewährleistet ist, dass wage ich sehr zu bezweifeln. Denn dass genau fordert die Sächsische Schulbaurichtlinie:
„2.5 Alarmierungsanlagen
....
An den Alarmierungsstellen müssen sich Telefone befinden, mit denen jederzeit
Feuerwehr und Rettungsdienst unmittelbar alarmiert werden können.
Sicherheitsbeleuchtung,
Alarmierungsanlagen sowie Anlagen zur Rauchableitung müssen über eine
Sicherheitsstromversorgung verfügen.“
An den Alarmierungsstellen müssen also Notruftelefone installiert werden. Diese müssen natürlich öffentlich zugänglich sein. Sonst macht das ganz keinen Sinn. Beim Einsatz von klassischen Wandtelefonen ist das größte Problem immer der Missbrauch, da das Telefon von jedermann als öffentliches Telefon genutzt werden kann. Eine Beschränkung durch eine Telefonanlage auf die Notrufnummern verhindert auch nicht, die Auslösung von Fehlalarmen. Deshalb setzen sich immer mehr Telefone ohne Handhörer durch (Foto), die nur durch einen Tastendruck betätigt werden können. Analog zu den Handmeldern von Hausalarm- und Brandmeldeanlagen befindet sich dieser Taster noch hinter einer Glasscheibe, die im Gefahrfall eingeschlagen werden muss.
Für die Notruftelefone wird in der Sächsischen Schulbaurichtlinie eine Sicherheitsstromversorgung gefordert. In den 90er Jahren erfolgte die Sicherheitsstromversorgung in den meisten Fällen dadurch, dass für dieses Telefon ein separater analoger Telefonanschluss beantragt wurde. Bei Stromausfall im Schulgebäude wurde das Telefon dann über die Akkuleistung des Fernmeldeanbieters weiter versorgt. Seit dem Einzug der ISDN-Technik ist das nicht mehr möglich. Bei Stromausfall funktioniert in der Regel keine ISDN-Telefon und keine ISDN-Telefonanlage. Für die Sicherheitsstromversorgung setze ich in diesen Fällen meist eine handelsübliche USV-Anlage für PCs oder kleinere Server ein (USV: unabhängige Stromversorgung). Bei Stromausfall wird die ISDN-Telefonanlage weiter versorgt und darüber auch das Notruftelefon.
Für die Internettelefonie (VoIP) gilt sinngemäß das Gleiche wie bei ISDN-Anlagen. Diese Anlagen funktionieren bei Stromausfall ebenfalls nicht. Switche, Verstärker- und Verteilertechnik müssen über eine USV-Anlage versorgt werden, damit das Notruftelefon bei Stromausfall weiter funktioniert. Deshalb ist es sinnvoll, diese USV in den Datenschrank der strukturierten Verkabelung einzubauen oder die sowieso vorhandene USV mit zu nutzen. Außerdem müssen Sie beim Netzbetreiber erfragen, ob Splitter Router etc. bei Stromausfall funktionieren. Ansonsten müssen auch diese an die Sicherheitsstromversorgung angeschlossen werden.
PS: Ein weitere Vorteil von Telefonen mit nur eine Notruftaste besteht darin, dass das lästige Eingeben eine Null bei der Nebenstelle einer Telefonanlage entfällt, denn das kann gleich in der Anlage so programmiert werden.
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| Modernes Notruftelefon mit Ruftaste hinter Glasscheibe |
Für die Notruftelefone wird in der Sächsischen Schulbaurichtlinie eine Sicherheitsstromversorgung gefordert. In den 90er Jahren erfolgte die Sicherheitsstromversorgung in den meisten Fällen dadurch, dass für dieses Telefon ein separater analoger Telefonanschluss beantragt wurde. Bei Stromausfall im Schulgebäude wurde das Telefon dann über die Akkuleistung des Fernmeldeanbieters weiter versorgt. Seit dem Einzug der ISDN-Technik ist das nicht mehr möglich. Bei Stromausfall funktioniert in der Regel keine ISDN-Telefon und keine ISDN-Telefonanlage. Für die Sicherheitsstromversorgung setze ich in diesen Fällen meist eine handelsübliche USV-Anlage für PCs oder kleinere Server ein (USV: unabhängige Stromversorgung). Bei Stromausfall wird die ISDN-Telefonanlage weiter versorgt und darüber auch das Notruftelefon.
Für die Internettelefonie (VoIP) gilt sinngemäß das Gleiche wie bei ISDN-Anlagen. Diese Anlagen funktionieren bei Stromausfall ebenfalls nicht. Switche, Verstärker- und Verteilertechnik müssen über eine USV-Anlage versorgt werden, damit das Notruftelefon bei Stromausfall weiter funktioniert. Deshalb ist es sinnvoll, diese USV in den Datenschrank der strukturierten Verkabelung einzubauen oder die sowieso vorhandene USV mit zu nutzen. Außerdem müssen Sie beim Netzbetreiber erfragen, ob Splitter Router etc. bei Stromausfall funktionieren. Ansonsten müssen auch diese an die Sicherheitsstromversorgung angeschlossen werden.
PS: Ein weitere Vorteil von Telefonen mit nur eine Notruftaste besteht darin, dass das lästige Eingeben eine Null bei der Nebenstelle einer Telefonanlage entfällt, denn das kann gleich in der Anlage so programmiert werden.
Samstag, 29. Juni 2013
Für Schulräume: Präsenzmelder zum Deckeneinbau mit quadratischem Erfassungsbereich
Gestern lag eine Info-Broschüro mit quadratischen Einbau-Präsenzmeldern von theben bei mir im Briefkasten. Da dachte ich mir gleich, dass wird aber den Architekten gefallen. Das stimmt doch, oder?
Einbaupräsenzmelder sind ja schon immer der Wunsch eines jeden Architekten. Mit dem neuen PlanoCentro legt theben eine gute Lösung für die Einbaumontage in Beton- und Trockenbaudecken vor. Mit der quadratischen Form gibt es jetzt eine Lösung, die optisch sehr viel besser zu quadratischen oder rechteckigen Einbauleuchten passt.
Im Gegensatz zum runden Erfassungsbereich hat der quadratische Erfassungsbereich gleich mehrere Vorteile: Zum einen erleichtert es Ihnen die Planung im rechteckigen Raum, zum anderen ergeben sich keine Überlappungen oder „tote Winkel“ und der Raum kann mit wenigen Geräten lückenlos überwacht werden.
Damit kommen die meisten Klassenzimmer sicherlich mit einem Präsenzmelder aus.
Durch die
permanente Lichtmessung überwacht
der Präsenzmelder ständig die Lichtverhältnisse im Raum: Übersteigt die Helligkeit den eingestellten Wert, schaltet der Präsenzmelder das Licht aus – auch wenn er noch Bewegung registriert.
Freitag, 14. Juni 2013
Stromverbräuche von Bildungsgebäuden in Deutschland
Bei der Aufstellung von Energiebilanzen wird es für mich immer wichtiger, auf belastbares Zahlenmaterial zu Stromverbräuchen zurückzugreifen. Wieviel verbraucht denn so eine Schule oder Kita wirklich im Jahr?
Die Angaben aus meinen eigenen Projekten sind für diesen Fall auch ziemlich dünn. Ich habe zwar eine Masse von Planungswerten dazu, doch leider gibt es kaum ein Rückmeldung zu den Werten im laufenden Betrieb. Der Praxisbezug fehlt.
Auch die Energieversorger fordern für Ihre Anmeldeverfahren für einen Anschluss an das Niederspannungsnetz immer mehr und präziserer Werte. Da bin ich immer froh über jede allgemeingültige Untersuchung mit der ich einen praktikablen Anhaltswert für den Jahresstromverbrauch erhalte.
Einen schon recht guten Ansatz liefern die Angaben der Betriebszeiten entsprechend DIN V 18599-10.
Vom Frauenhofer-Institut für Bauphysik bekommt man durch das Forschungsprojekt „Energieverbräuche von Bildungsgebäuden in Deutschland“ aber eine noch viel bessere Grundlage. Das Frauenhofer-Institut hat dazu 303 Universitätsgebäude, 199 Schulen, 35 Kindergärten und 14 separate Sporthallen ausgewertet. Diese Richtwerte können sich meiner Meinung nach in der Praxis sehen lassen.
So betragen die Mittelwerte des Stromverbrauchs jeweils für
Kindergärten 26,3 kWh/m²a
Schulen 26,0 kWh/m²a
Schulsport- 63,5 kWh/m²a
hallen
Fachhoch- 47,9 kWh/m²a
schulen
Universitäts- 125,8 kWh/m²a
gebäude
Ich greife auf jeden Fall bei meinen Berechnungen auf diese Werte zurück.
Wenn Sie das auch wollen, dann finden Sie den Report hier im Internet:
Report als PDF herunterladen >>>
Mittwoch, 8. Mai 2013
Alle Berliner Schulen erhalten Video-Gegensprechanlagen
Wie der Berliner Tagesspiegel in seiner gestrigen Ausgabe mitteilte, gab es bei den Koalitionsgesprächen zwischen SPD und CDU am letzten Wochenende auch einen Beschluss zur Erhöhung der Sicherheit in den Berliner Schulen. Während der Unterrichtszeit sollen alle Außen-Schultüren geschlossen und mit Hilfe von Video-Gegensprechanlagen Besucher kontrolliert werden. Mit so einer Anlage, kombiniert mit einem elektrischem Türöffner, fällt es unbefugten Personen deutlich schwerer die Schulgebäude zu betreten.
Mit dieser Entscheidung geht Berlin wieder einmal bei der Einführung moderner Installationstechniken in das Baurecht allen anderen Bundesländern voran, wie es bereits zuletzt mit der Verwendung von ausschließlich halogenfreien Kabel und Leitungen und mit der Forderung vom Rauchmelden in Wohnungen geschehen ist.
Freitag, 16. November 2012
Blitzschutzanlagen für Schulgebäude; Notwendigkeit und Prüffristen
Wenn ich das erste Mal für eine Sanierung an eine Schule komme, steht immer die Frage, ist die Blitzschutzanlage noch in Ordnung, oder muss sie geprüft werden? Müssen Schulen überhaupt eine Blitzschutzanlage haben?
Schulen müssen laut Sächsischer Schulbaurichtline Blitzschutzanlagen besitzen. Entsprechend der Sächsischen Prüfverordnung (SächsTechPrüfVO) sind diese Blitzschutzanlagen nach der Fertigstellung und aller 5 Jahre (§2 Abs. 3) zu prüfen.
Da Blitzschutzanlagen ein wesentlicher Bestandteil des Brandschutzes sind, muss dieses Intervall aus baurechtlichen Gründen zwingend eingehalten werden.
Die geltende Blitzschutznorm stellt für die Prüffristen noch strengere Anforderungen, d. h. die Prüfintervalle sind wesentlich kürzer angesetzt; nämlich so:
Tabelle 2: Maximale Zeitabstände zwischen den Wiederholungsprüfungen eines Blitzschutzsystems (Quelle DIN EN 62305-3, Tabelle E.2)
Schutzklasse
|
Sichtprüfung
(Jahr) |
Umfassende Prüfung
(Jahr) |
Umfassende
Prüfung kritischer Systeme (Jahr) |
I und II
|
1
|
2
|
1
|
III und IV
|
2
|
4
|
1
|
Dabei beschreibt die Schutzklasse die Qualität und Ausstattung der Blitzschutzanlage. Die Schutzklasse I ist die höchste Schutzklasse; die Schutzklasse IV ist die niedrigste Schutzklasse. Bei der Schutzklasse I ist das Maschennetz der Blitzschutzanlage auf dem Dach am dichtesten. Die Blitzschutzableiter an den Wänden sind ebenfalls am dichtesten zusammen.
Montag, 29. Oktober 2012
Ihr Briefkasten zeigt an, ob Sie Post bekommen haben.
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| Die LED neben dem Briefsymbol leuchtet, wenn etwas in Ihrem Briefkasten eingeworfen wurde. |
In Ihrem neuen neuen Firmenprospekt (news Herbst 2012) titelt die Fa. Siedle: "`Sie haben Post!`, sagt der Briefkasten`". Das ist eine nützliche Funktion, die die Firma ab diesem Herbst für die Comfort-Innenstation und die Serien Steel und Classic anbieten will. Wenn der Postbote die Klappe des Briefkastens öffnet, um einen Brief einzuwerfen, zeigt das eine Leuchtdiode an der Wohnungsstation an. Die Anzeige erlischt, wenn die Entnahmetür des Briefkastens geöffnet wird.
Diese Funktion ist erst einmal für die höherwertige Wohnungsinstallation gedacht. Aber natürlich ist Sie für jede Kindertagesstätte und jede Schule ebenfalls sehr nützlich. Auf diese Weise sparen sich die Einrichtungen viele unnötige Wege zum Briefkasten. Und Zeit ist schließlich Geld, oder?
Samstag, 21. April 2012
Passivhausschule in Freiberg: Vorträge und Führungen durch das Objekt
Im Januar hatte ich an dieser Stelle über die Passivhausschule in Freiberg geschrieben. Die Elektroplanung für dieses Objekt hatte mein Büro erstellt.
Seit Oktober des letzen Jahres ist die Schule eröffnet. So gibt es schon einige Dinge zum Betrieb der Schule, aber natürlich erst recht eine Menge Dinge über die Planung und Bauausführung zu berichten. Mein Geschäftspartner, die phase 10 GmbH aus Freiberg, hatte dieses Gebäude federführend für eine ARGE geplant. phase 10 lädt am kommenden Donnerstag zu spannenden Vorträgen und einer geführten Besichtigung der Schule im Rahmen der büroeigenen Veranstaltungsreihe BAUplan+ ein.
Ich kann Ihnen die Veranstaltung nur empfehlen. Also, sehen wir uns am Donnerstag?
Seit Oktober des letzen Jahres ist die Schule eröffnet. So gibt es schon einige Dinge zum Betrieb der Schule, aber natürlich erst recht eine Menge Dinge über die Planung und Bauausführung zu berichten. Mein Geschäftspartner, die phase 10 GmbH aus Freiberg, hatte dieses Gebäude federführend für eine ARGE geplant. phase 10 lädt am kommenden Donnerstag zu spannenden Vorträgen und einer geführten Besichtigung der Schule im Rahmen der büroeigenen Veranstaltungsreihe BAUplan+ ein.
Ich kann Ihnen die Veranstaltung nur empfehlen. Also, sehen wir uns am Donnerstag?
Freitag, 9. März 2012
Feierliche Übergabe der sanierten Grund- und Mittelschule "Gotthold-Ephraim-Lessing" in Freital
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| Sanierte Lessingschule im Sonnenschein zur heutigen Eröffnung. |
Nach über 2,5jähriger Bauzeit erfolgte heute durch den 1. Bürgermeister der Stadt Freital, Mirko Kretschmer-Schöppan, die feierliche Übergabe der sanierten Grund- und Mittelschule "Gotthold-Ephraim-Lessing" in Freital im neu errichteten Mehrzweckraum.
Überall waren nur strahlende Gesichter zu sehen. In den Augen aller Beteiligten, den Lehrern, Planern, Mitarbeitern im Stadtbauamt und bei den Baufirmen war auch deutliche Erleichterung zu sehen. Denn während der Sanierung lief der Schulbetrieb ständig weiter. Nur zeit- und teilweise war eine Auslagerung in Container vorgesehen und hier störten dann die nahe Eisenbahnlinie und der Straßenverkehr. Die Schüler und Lehrer waren glücklich, dass sie wieder ihre "alte" Schule in Besitz nehmen konnten. Zusätzlich enstand im Hof ein moderner Mehrzweckraum, der als Speisesaal, Kleinkunstsaal, Proberaum für die Schulband und den Schulchor genutzt werden kann.
Zur heutigen Eröffnung zeigten das eindrucksvoll der Schulchor und die Tanzgruppe der Schule, sowie die Schulband mit deutschen und internationalen Hits. Sie nahmen ihr "Ei" offensichtlich schon gut an.
Das Erdgeschoss der Lessingschule Freital beherbergt die Grundschule. In den oberen Etagen des Gebäudes befindet sich die Mittelschule.
Das gesamt Schulgebäude wurde in den letzten zweieinhalb Jahren komplett saniert. An der Fassade wurden u.a. eine Wärmedämmschicht und Sonnschutzanlagen angebracht. Die komplette Beleuchtungsanlage wurde saniert.Dadurch wurde ein wichtiger Beitrag zur Energieeinsparung geleistet. Eine Hausalarmanlage und eine Sicherheitsbeleuchtungsanlage sorgen für ein sicheres Gebäude.
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| Herr Sprungk von den Technischen Werken und Herr Friedrich freuen sich über das gelungene Projekt. |
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| Lessingschule Hofseite mit neugebautem "Ei" (Mehrzweckraum) |
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| Der Haupteingang lädt mit warmen Farben zum Eintritt ein. |
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| Auch das sanierte Treppenhaus besitzt nun ein harmonisches Farbkonzept. |
Samstag, 28. Januar 2012
Grundschule "Karl Günzel" ist die 1. Passivhausschule in Freiberg.
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| Steuertableau der Haustechnik |
Im Oktober 2011 war es soweit. Der Neubau der Grundschule "Karl Günzel" im sächsischen Freiberg wurde als Passivhausschule fertiggestellt und die Schüler konnten Sie in Besitz nehmen.
Die notwendige Qualitätsüberprüfung (Blower-Door-Test) und das Zertifizierungsverfahren waren erfolgreich abgeschlossen.
Für die Architektur, die Erarbeitung und Durchsetzung der Qualititätskriterien der Passivhausschule war der Geschäftspartner meines Büros die phase 10 Ingenieur- und Planungsgesellschaft aus Freiberg verantwortlich.
Auf der Homepage von phase 10 steht: „Durch eine Optimierung der Funktionalität, durch architektonische Finessen und einer detaillierten Haustechnikplanung wurde bewiesen, dass Wirtschaftlichkeit und Passivhaus kein Gegensatz sind.“ Das klingt zwar ein bisschen hochtrabend und gestochen, aber es stimmt.
Mein Büro erstellte die Elektroplanung für diese Schule. Neben den üblichen Standards für eine Schulausstattung kam bei dieser Passivhausschule eine EIB-Steuerung für die Klimaanlage und die Beleuchtung hinzu. Der Nutzer kann aktiv in die Gebäudetechnik eingreifen bzw. auf einem Terminal die Ergebnisse der Einsparung visualisieren. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung Freiberg können sich überein Fernwartungsmodul in die EIB-Anlage einwählen. Wenn die Schule z. B. in den Sommerferien leer steht, läßt sich die Anlage bequem aus dem Rathaus herunterregeln.
Am 12.11.2011 fand deshalb, durch phase 10 organisiert, ein Tag des Passivhauses in den Räumlichkeiten der Schule statt. Interessierte Bürger und Geschäftspartner konnten sich hier umfangreich über das Gebäude, dessen Planung, technische Ausstattung und Umsetzung bis zum fertigen Passivhaus informieren.
Fall Sie diesen Termin verpasst haben, kann ich Sie trösten. Ein weiterer Termin wird durch die phase 10 am 26.04.2012 organisiert. Die Veranstaltung findet wieder in der Schule statt. Zusätzlich zur Demonstration des Hauses werden interessante Vorträge gehalten. Ein Referent ist der Bürgermeister für Stadtentwicklung der Stadt Freiberg, Herr Holger Reiter. Zu Passivhaus und Wirtschaftlichkeit referieren vom Planungsbüro phase 10, Herr Sommer, Herr Westphal und der Geschäftsführer Herr Erfurt und Herr Rüdiger Grimm vom GS Geokonzept Freiberg referiert zum Thema "Geothermie eine Alternative zur Energieerzeugung". Im Anschluss an einen kleinen Imbiss ist eine Erkundung der wirtschaftlichsten und nachhaltigsten Passivhausschule Deutschlands möglich.
Freitag, 7. Oktober 2011
Einweihung der Lessing-Grundschule Pirna
Vor einiger Zeit hatte ich geschrieben, dass jetzt eine Zeit der Einweihungen und Richtfeste beginnt. Wenn Sie den Blog aufmerksam beobachtetet haben, werden Sie feststellen: Es stimmt!
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