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Donnerstag, 16. Mai 2013

Kita Heilandskirche im Sächsischen Landtag



Die Ingenieurkammer Sachsen feiert in diesem  Jahr ihr 20jähriges Jubiläum. Diese Jubiläum ist der Grund für eine Ausstellung der 60 interessantesten Projekte im Bürgerfoyer des Sächsischen Landtages.  Dank meiner Geschäftspartner Stöhr Ingenieure   und Fischer & Meyer  ist mein  Projekt Umbau und Sanierung der Kita Heilandskirche in Dresden mit dabei.  Darüber habe ich mich sehr gefreut.


Die Ausstellung wurde am letzten Dienstag von Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler und Kammerpräsident Dr.-Ing. Arne Kolbmüller mit einer Vernissage eröffnet. Das war natürlich Grund für uns Planer, uns mit „unserem Projekt“ fotografieren zu lassen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 20. Juni 2013 jeweils Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr geöffnet .


Auf diese Projektvorstellung bin ich natürlich sehr stolz, weil ich nun noch einen Grund mehr habe, Sie von meinem Büro zu überzeugen.



v.l.n.r. Herr Herrmann, Haustechnikplaner, Dr. Scheffler & Partner, Frau Meyer, Architektin, Fischer&Meyer, ich, Herr Stöhr, Statiker, Stöhr Ingenieure


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Freitag, 8. März 2013

Durch den Einsatz von LEDs in der Dresdner Frauenkirche wurden die Kosten für die Beleuchtung um ca. 45% gesenkt


In der Ausgabe vom letzten Wochenende berichtete die Sächsische Zeitung unter dem Titel "Wie die steinerne Kuppel der Frauenkirche atmet" über den aufwendigen Unterhalt für die Kirche. Laut Sächsischer Zeitung kostet der Unterhalt der Kirche 1 Million Euro im Jahr.  Allein Strom, Fernwärme und Wasser für das Gebäude kosten 480 Euro am Tag. Um Energie zu sparen wurden deshalb 2010/11 alle 250 Allgebrauchslampen im Kirchenraum und im Aufgang durch LEDs ersetzt. Damit sank der Anteil der Beleuchtungskosten an den Energiekosten von 55 auf 30 Prozent.

Mit modernen, energiesparenden LEDs können Sie also nicht nur in Fabrik- und Sporthallen, in Büros und Klassenräumen sondern auch in repräsentativen Denkmälern Stromkosten sparen.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Beleuchtungskonzept für den Proviantkeller auf der Festung Königstein

Es weihnachtet sehr. Dazu gehört bei mir immer der Besuch des Dresdner Striezelmarktes, aber auch der Besuch von Weihnachtsmärkten in der Umgebung von Dresden. Seit längerer Zeit stand auf meinem Wunschzettel der Besuch des Weihnachtsmarktes auf der Festung Königstein. Ich hatte schon viel Gutes von ihm gehört. Bei mir gibt es auch noch einen großen emotionalen Grund dafür, schließlich hatte ich hier vor ein paar Jahren Teile der Hornkasematten, den Souvenirshop und den Proviantkeller in der Magdalenenburg geplant. Also ging es trotz Nieselregen am 1. Adventssonntag mit Frau und Eltern mit dem Festungsexpress von Königstein aus hinauf auf die Festung. 

Trotz des Regens machte der Markt einen guten Eindruck auf mich. Er ist im Flair der Festung etwas „mittelalterlich“ gestaltet. Überall fielen mir liebevoll ausgeführte Details auf. Die Fenster der Alten Kaserne waren als Adventskalender gestaltet. Der größte Teil des Marktes befindet sich zwischen Brunnenhaus, Magdalenenburg und Kaserne A. Ein weiterer Teil befand sich in den Kasematten. Die Händler hier hatten an diesem Tag einen klaren Vorteil gegenüber Ihren Kollegen auf dem freien Platz. Hier war es trocken und auch wir flüchteten eine Weile vor dem Regen hierher und hatten natürlich dabei genügend Muße, um die Auslagen der Stände zu betrachten.

Da ich auf der Festung selbst geplant hatte, trieb mich natürlich auch die Dienstpflicht und die Neugier um. Den Souvenirshop und die Hornkasematten hatte ich schon in Betrieb gesehen, den Proviantkeller aber noch nicht. Den musste ich mir heute unbedingt ansehen.

Hier hatte ich für die Festung Königstein Betriebs GmbH das Beleuchtungskonzept entwurfen und umgesetzt. Ursprünglich war von den Ausstellungsgestaltern eine sehr feingliedrige Beleuchtung für die zu zeigenden Exponate geplant. Ich schlug jedoch vor, sehr zurückhaltende Leuchten einzusetzen und das gesamt Gewölbe entsprechend der baulichen Dreiteilung abschnittsweise differenziert zu beleuchten und dabei hauptsächlich die Lichtfarbe zur Differenzierung zu nutzen. Die bauliche Dreiteilung erforderte schon von Haus aus 3 unterschiedliche Nutzungsbereiche. Das Eingangsgewölbe ist sehr hoch und hell. Hier werden Exponate gezeigt, die auch bei Tageslicht wirken. Das Bild vom legendären Riesenfass schließt dieses Gewölbe ab. Hier plante ich indirekt strahlende Leuchten mit Halogen-Metalldampf-Lampen als Leuchtmittel, die ein sehr weißes, helles Licht erzeugen und den hellen Charakter dieses Gewölbeteiles auch bei künstlicher Beleuchtung erlebbar machen.

An das Eingangsgewölbe schließt das Treppengewölbe an. Dieses Gewölbe ist sehr niedrig und dunkel. Es dient ausschließlich dem Zugang zum unteren Gewölbe. Deshalb habe ich hier nur die Treppenstufen beleuchtet. Das ist aus Sicherheitsgründen natürlich notwendig, aber es unterstreicht auch den Charakter dieses Gewölbes. Als Leuchtmittel habe ich Kompaktleuchtstoffleuchten eingesetzt, die den „Eisencharakter“ des Geländers und den technischen Charakter der Treppen herausstreichen.

Im untersten Gewölbeteil, dem Proviantkeller, befinden sich die wichtigsten Ausstellungsstücke des Gewölbes: Proviantfässer und alte Fässer aus der Brunnenanlage der Festung. Hier habe ich wieder die Indirektleuchten aus dem Eingangsgewölbe eingesetzt, jedoch habe ich hier als Leuchtmittel Natriumdampfhochdrucklampen eingesetzt. Durch deren rötliches Licht entsteht der Eindruck einer Fackelbeleuchtung des Gewölbes, wie sie in den vergangenen Jahrhunderten hier vorhanden war.

Am Ende des Proviantkellers befindet sich eine Zisterne, die das einfließende Wasser für die Versorgung der Festung sammelt. Hier hatte ich ganz am Ende hinter einem Mauervorsprung eine einfache Leuchtstoffröhrenleuchte anbringen lassen. Damit ergab sich eine ungeheure Tiefenwirkung und sie erregte überhaupt erst die Aufmerksamkeit der Besucher für die Zisterne. Als ich nun diese Stelle besuchte, war die Leuchte nicht an. Prompt interessierte sich außer mir niemand für die Zisterne. Auch meine Frau und meine Eltern schauten ungläubig in das dunkle Loch.

Magdalenenburg mit Weihnachtsmarkt


Treppenleuchte schafft Licht auf der Stufe

Eingangsgewölbe mit Bild vom Riesenfass und Übergang zum Treppengewölbe

Eingangsgewölbe mit Indirektleuchte

Eingang zum Proviantkeller
 
Proviantkeller

Treppenaufgang mit Wandleuchten

Wandleuchten unterhalb vom Geländer

Samstag, 5. November 2011

Installationen im denkmalgeschütztem Schloss: Unauffällig und auffällig.


Am letzten Wochenende war das Wetter wirklich sehr schön. Durch den Reformationstag hatten wir hier in Sachsen ein verlängertes Wochenende. Das waren für meine Frau und mich 2 gute Gründe für einen Kurzurlaub im wunderschönen Thüringer Wald. Am Sonntagmorgen war es zuerst ein wenig neblig. Wie ein feiner Nieselregen kam der Nebel herab. Wir waren uns nicht sicher, ob es wieder so ein schönes Wanderwetter wie am Sonnabend werden würde.

Deshalb entschlossen wir uns zu einem Abstecher nach Schmalkalden Wir schlenderten zunächst durch die historische Altstadt und stiegen dann den Berg hinauf zum Schloss Wilhelmsburg . Das Schloss ist ein sorgsam restauriertes Renaissanceschloss. Neben der interessanten Ausstellung musste ich natürlich auch einen wachen Fachblick auf die Elektroinstallationen werfen. Ich war sehr überzeugt von dem, was mein Fachkollege hier geleistet hatte.

Bei solch einem denkmalgeschützten Schloss steht man ja als Elektroplaner immer vor der Entscheidung: Soll man die Installationen (absichtlich) sehen? Sollen Sie das Bild der Architektur mit bestimmen? Oder hält man sich mit der Elektroplanung still im Hintergrund? Der Elektroplaner vom Schloss Wilhelmsburg fand einen gekonnten Mix aus auffälligen und völlig unauffälligen Installationen.

Im Schloss findet man alle Installationen, die heute zu einem modernen Gebäude gehören. Neben der Grundinstallation gibt es dezente und repräsentative Leuchten. Es gibt eine Sicherheitsbeleuchtungsanlage. Natürlich wird die wertvolle Einrichtung durch eine Einbruchmeldeanlage geschützt. Für den Brandschutz sorgen eine Brandmeldeanlage und Fluchttürsteuerungen an den Ausgängen.

Manchmal sieht man (fast) nichts von den technischen Einrichtungen. Die Sicherheitsleuchte, die Einbruch- und Rauchmelder verschwinden optisch nahezu in Ihrem Umfeld. So haben z.B. einzelne Rauchmelder die gleiche Farbe wie die Holzrahmen der Decke. Die Fluchttürsteuerungen wiederum sind explizit zu sehen, deutlich und als ein Zeichen moderner Technik unsere Zeit. Die Integration in die historischen Türen war nicht möglich. So stehen Sie nun in einer handelsüblichen modernen Stele neben den Türen. Durch die Verwendung von Standardbauteilen wurde dafür auch eine wirtschaftliche Lösung gefunden.

Ein bisschen neidisch bin ich geworden in diesem Schloss: Solch einen spannenden Auftrag hätte ich auch gern übernommen. Doch dann erwachte das Buchhalter-Ich in mir und sagte: „Thomas! 2,5 Stunden bist Du bis hierher gefahren. Da rechnet sich eine Bauüberwachung überhaupt nicht. Nicht einmal die Kosten für die Anfahrten zu den Planungsberatungen sind im Honorar drin!“ Ich seufzte leicht. Aber das Buchhalter-Ich hatte recht.

Dann zog der Himmel auf und am Nachmittag, bei einer schönen Wanderung auf den Großen Inselsberg, vergas ich die Mühen der Elektroplanung.

Das bin ich bei der kritischen Begutachtung der Beleuchtung der Treppe zum Schlosskeller.

Hier sind ein Rauchmelder und eine Sicherheitsleuchte in der prunkvollen Deckenverzierung versteckt. Können Sie sie sehen?

2 Präsenzmelder. Dezent angebracht.

Der repräsentative Kronleuchter in der Schlosskirche.
In diese historische Tür passt keine Fluchttürsteuerung. Deshalb steht sie selbstbewußt daneben.

Schnörkellose und formschöne Standardelemente schaffen eine wirtschaftliche Lösung bei den Fluchttürsteuerungen.


Montag, 23. Mai 2011

Tag des offenen Umgebindehauses

Umgebindehaus in Bertsdorf, Quelle: http://www.ferienwohnung-schlender.de/Bilder_Bertsdorf05a.htm


Eine der bedeutendsten historischen baulichen Besonderheiten in unserem Landkreis sind die Umgebindehäuser. In der Sächsischen Schweiz und der Oberlausitz befinden sich aktuell noch 278 Umgebindehäuser. Diese Volksbauweise ist aber nicht nur in Deutschland sondern auch in den angrenzenden Regionen in Niederschlesien und in Nordböhmen verbreitet. Um diese Baudenkmäler zu erhalten und fachgerecht in Stand zu setzen hat sich der "Fachring Umgebindehaus" gebildet. Ziel ist es, mit der Marke Fachring Umgebindehaus Architekten, Bauingenieure und Firmen zu einem Wissens- und Fachleutepool zusammenzuführen, um mit fachlichem Geschick und unter Nutzung vielfältiger traditionelle Bauweisen eine fach- und sachgerechte Erhaltung dieser Gebäude zu ermöglichen.

Für alle Interessenten zu diesem Thema führt der Fachring am kommenden Sonntag, 29.05.11, den "Tag des offenen Umgebindehauses" durch.