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Mittwoch, 21. Dezember 2011

Beleuchtungskonzept für den Proviantkeller auf der Festung Königstein

Es weihnachtet sehr. Dazu gehört bei mir immer der Besuch des Dresdner Striezelmarktes, aber auch der Besuch von Weihnachtsmärkten in der Umgebung von Dresden. Seit längerer Zeit stand auf meinem Wunschzettel der Besuch des Weihnachtsmarktes auf der Festung Königstein. Ich hatte schon viel Gutes von ihm gehört. Bei mir gibt es auch noch einen großen emotionalen Grund dafür, schließlich hatte ich hier vor ein paar Jahren Teile der Hornkasematten, den Souvenirshop und den Proviantkeller in der Magdalenenburg geplant. Also ging es trotz Nieselregen am 1. Adventssonntag mit Frau und Eltern mit dem Festungsexpress von Königstein aus hinauf auf die Festung. 

Trotz des Regens machte der Markt einen guten Eindruck auf mich. Er ist im Flair der Festung etwas „mittelalterlich“ gestaltet. Überall fielen mir liebevoll ausgeführte Details auf. Die Fenster der Alten Kaserne waren als Adventskalender gestaltet. Der größte Teil des Marktes befindet sich zwischen Brunnenhaus, Magdalenenburg und Kaserne A. Ein weiterer Teil befand sich in den Kasematten. Die Händler hier hatten an diesem Tag einen klaren Vorteil gegenüber Ihren Kollegen auf dem freien Platz. Hier war es trocken und auch wir flüchteten eine Weile vor dem Regen hierher und hatten natürlich dabei genügend Muße, um die Auslagen der Stände zu betrachten.

Da ich auf der Festung selbst geplant hatte, trieb mich natürlich auch die Dienstpflicht und die Neugier um. Den Souvenirshop und die Hornkasematten hatte ich schon in Betrieb gesehen, den Proviantkeller aber noch nicht. Den musste ich mir heute unbedingt ansehen.

Hier hatte ich für die Festung Königstein Betriebs GmbH das Beleuchtungskonzept entwurfen und umgesetzt. Ursprünglich war von den Ausstellungsgestaltern eine sehr feingliedrige Beleuchtung für die zu zeigenden Exponate geplant. Ich schlug jedoch vor, sehr zurückhaltende Leuchten einzusetzen und das gesamt Gewölbe entsprechend der baulichen Dreiteilung abschnittsweise differenziert zu beleuchten und dabei hauptsächlich die Lichtfarbe zur Differenzierung zu nutzen. Die bauliche Dreiteilung erforderte schon von Haus aus 3 unterschiedliche Nutzungsbereiche. Das Eingangsgewölbe ist sehr hoch und hell. Hier werden Exponate gezeigt, die auch bei Tageslicht wirken. Das Bild vom legendären Riesenfass schließt dieses Gewölbe ab. Hier plante ich indirekt strahlende Leuchten mit Halogen-Metalldampf-Lampen als Leuchtmittel, die ein sehr weißes, helles Licht erzeugen und den hellen Charakter dieses Gewölbeteiles auch bei künstlicher Beleuchtung erlebbar machen.

An das Eingangsgewölbe schließt das Treppengewölbe an. Dieses Gewölbe ist sehr niedrig und dunkel. Es dient ausschließlich dem Zugang zum unteren Gewölbe. Deshalb habe ich hier nur die Treppenstufen beleuchtet. Das ist aus Sicherheitsgründen natürlich notwendig, aber es unterstreicht auch den Charakter dieses Gewölbes. Als Leuchtmittel habe ich Kompaktleuchtstoffleuchten eingesetzt, die den „Eisencharakter“ des Geländers und den technischen Charakter der Treppen herausstreichen.

Im untersten Gewölbeteil, dem Proviantkeller, befinden sich die wichtigsten Ausstellungsstücke des Gewölbes: Proviantfässer und alte Fässer aus der Brunnenanlage der Festung. Hier habe ich wieder die Indirektleuchten aus dem Eingangsgewölbe eingesetzt, jedoch habe ich hier als Leuchtmittel Natriumdampfhochdrucklampen eingesetzt. Durch deren rötliches Licht entsteht der Eindruck einer Fackelbeleuchtung des Gewölbes, wie sie in den vergangenen Jahrhunderten hier vorhanden war.

Am Ende des Proviantkellers befindet sich eine Zisterne, die das einfließende Wasser für die Versorgung der Festung sammelt. Hier hatte ich ganz am Ende hinter einem Mauervorsprung eine einfache Leuchtstoffröhrenleuchte anbringen lassen. Damit ergab sich eine ungeheure Tiefenwirkung und sie erregte überhaupt erst die Aufmerksamkeit der Besucher für die Zisterne. Als ich nun diese Stelle besuchte, war die Leuchte nicht an. Prompt interessierte sich außer mir niemand für die Zisterne. Auch meine Frau und meine Eltern schauten ungläubig in das dunkle Loch.

Magdalenenburg mit Weihnachtsmarkt


Treppenleuchte schafft Licht auf der Stufe

Eingangsgewölbe mit Bild vom Riesenfass und Übergang zum Treppengewölbe

Eingangsgewölbe mit Indirektleuchte

Eingang zum Proviantkeller
 
Proviantkeller

Treppenaufgang mit Wandleuchten

Wandleuchten unterhalb vom Geländer

Sonntag, 20. November 2011

LEDs und Leuchtstofflampen in einer Leuchte

Foto:  http://www.osram.de/osram_de/
Bei der Sicherheitsbeleuchtung habe ich es schon geplant und bauen lassen: LEDs und Leuchtstofflampen einer Leuchte. Die Leuchtstofflampe sorgt dann für die Allgemeinbeleuchtung und die LED sorgt für die Beleuchtung während dem Stromausfall. Durch den Einsatz der LEDs braucht man natürlich für die Sicherheitsbeleuchtung viel weniger Leistung. Bei vielen solchen LEDs reduziert sich die notwendige Batteriekapazität und damit natürlich auch die Größe des Batterieschrankes drastisch. Die Architekten sind mit einer solchen Variante auch sehr glücklich, denn die Leuchten sehen bei beiden Einsatzfällen gleich aus. Das architektonische Konzept wird nicht durch technische Sonderleuchten zerstört. Die Umschaltung von Allgemeinbeleuchtung auf Sicherheitsbeleuchtung erfolgt durch ein spezielles Vorschaltgerät in der Leuchte.
Dieses Prinzip hat die Fa. OSRAM jetzt mit einem neuen Betriebsgerät weiterentwickelt. Nun können LEDs und T5-Lampen in einer Leuchte gemeinsam betrieben werden. Damit werden die guten Eigenschaften beider Leuchtmittel verbunden.
Welche Einsatzmöglichkeiten gibt es nun für Leuchten mit diesem Betriebsgerät? In Räumen, wo sich nicht immer Leute aufhalten, z. B. Büroflure, Flure in Schulhäusern, Toiletten, Teile von Industriehallen, wird durch das Abschalten von Beleuchtung über Bewegungs- und Präsenzmeldern Strom gespart. Aus Sicherheits- und Komfortgründen ist aber oft eine Minimalbeleuchtung gewünscht. Wer betritt schon gern einen stockdunklen Raum? Deshalb werden die Leuchtstofflampen oftmals während der Abwesenheit von Personen heruntergedimmt. Das verringert natürlich trotzdem die Lebensdauer der Leuchtstofflampe.

Durch das neue Vorschaltgerät wird über die LEDs eine Minimalbeleuchtung gewährleistet. Betritt jemand den Raum schalten sich die Leuchtstofflampen über Präsenzmelder hinzu und der Raum wird mit dem vollen Helligkeitsniveau ausgeleuchtet. So verteilen sich die Brennstunden auf beide Leuchtmittel und verlängern die Lebensdauer beider.

Aber nicht nur dort, wo Strom gespart werden soll, hat dieses neue Betriebsgerät für LEDs und Leuchtstofflampen seine Vorzüge. Denkbar ist auch der Einsatz in der Akzentbeleuchtung. Während der Nutzungsdauer des Gebäudes wird ein gläsernes Treppenhaus mit den Leuchtstofflampen beleuchtet. In der Nacht versetzen farbige LEDs das Treppenhaus im Rahmen des Corporate Designs in die Firmenfarbe.

Ebenso können in Hotels oder Kliniken die T5-Lampen die Allgemeinbeleuchtung übernehmen und die LEDs die Funktion eines Leselichts, wenn der Bettnachbar nicht gestört werden soll.
Auch der Architekt freut sich über diese Lösung. Die Leuchte sieht von außen immer gleich aus. Die verschiedenen Lichtlösungen erbringt die intelligente Leuchtsteuerung im Inneren der Leuchte. Da das neue Betriebsgerät gegen vorhandene Vorschaltgeräte ausgetauscht werden kann, ist diese Lösung auch für die Nachrüstung von Beleuchtungsanlagen geeignet.

Damit Sie die neue Beleuchtungslösung bei Ihrem Elektroplaner oder Elektroinstallateur in Auftrag geben können, erhalten Sie hier noch die genaue Bezeichung des Betriebsgerätes:

OSRAM QTI DUAL POWER QTI-DP 1x28/35/LED